Die Holzart entscheidet mehr über die Wirkung eines Tisches als jede andere Einzelheit. Sie legt Farbton, Maserung und Charakter fest, und sie bestimmt, ob ein Raum ruhiger oder lebendiger wird. Hier steht, welches Holz zu welcher Einrichtung passt.
Bevor es um Holzarten geht, lohnen sich drei ehrliche Antworten. Sie grenzen die Auswahl meist schon auf zwei bis drei Kandidaten ein.
Skandinavische Einrichtung lebt von hellen Flächen und wenig Kontrast. Dazu passen Esche und helle Eiche am besten. Beide haben einen warmen, blassen Grundton und eine gleichmäßige Maserung, die den Raum nicht beschäftigt.
Beim Harz gilt hier: so wenig wie möglich sichtbar. Ein klarer oder milchig-weißer Fluss bleibt im Hintergrund. Ein tiefschwarzer Harzfluss würde in diesem Stil wie ein Fremdkörper wirken.
Oberfläche: geölt und matt. Glanz passt nicht zu dieser Haltung.
Bei Industrial-Einrichtung mit Sichtbeton, Stahl und dunklen Flächen darf das Holz Charakter zeigen. Asteiche mit sichtbaren Astlöchern und Rissen ist hier stark, ebenso Altholz und dunkler Nussbaum.
Das ist der Stil, in dem ein schwarzer oder anthrazitfarbener Harzfluss richtig funktioniert. Der Kontrast zwischen warmem Holz und tiefem Schwarz ist gewollt.
Untergestell: Stahl in Schwarz oder Rohstahl, gern mit sichtbarer Konstruktion. Unsere Bauformen Sanduhr und Dickicht sind dafür gemacht.
In klassisch möblierten Räumen mit Polstermöbeln, Teppichen und warmen Wandfarben ist Nussbaum die naheliegende Wahl. Der Farbton ist tief und schokoladig, die Maserung fein und lebendig, ohne unruhig zu sein.
Mahagoni geht in dieselbe Richtung, mit einem rötlicheren Unterton, und wirkt noch eine Spur formeller.
Harz: klar oder in einem gedeckten Ton wie Tiefblau oder Anthrazit. Kräftige Farben brechen die Ruhe dieses Stils.
In sehr reduzierten Räumen ist der Tisch oft das einzige warme Element. Hier funktioniert eine große, durchgehende Platte aus Eiche oder Nussbaum mit klarer Kante, ohne viel Harzarbeit.
Wer in diesem Stil ein auffälliges Stück will, greift zu Suar: die Bohlen sind sehr breit, die Maserung wolkig und unregelmäßig. Ein Suar-Tisch trägt einen Raum allein.
Hart, langlebig, mittlerer Braunton. In der ruhigen Variante gleichmäßig und unauffällig, als Asteiche mit deutlich mehr Charakter. Die vielseitigste Holzart und in fast jedem Stil einsetzbar.
Dunkel, warm, fein gezeichnet. Das edelste der heimischen Hölzer und entsprechend teurer. Große durchgehende Bohlen sind selten.
Hell und zäh, mit betonter, geradliniger Maserung. Preislich günstiger als Eiche, optisch frischer. Gut in hellen Räumen.
Tropenholz mit außergewöhnlich breiten Bohlen und wolkiger, mehrfarbiger Zeichnung. Einzelstücke, die man nicht nachbestellen kann.
Warmer Goldton, sehr ölhaltig und dadurch besonders unempfindlich. Traditionell für Außenbereiche, innen wirkt es ruhig und hochwertig.
Rötlich-braun, dicht, mit gleichmäßiger Zeichnung. Klassisch und formell.
Alle Holzarten mit aktuellen Preisspannen findest du auf der Seite Holzauswahl.
Bei der Harzfarbe machen die meisten Menschen denselben Fehler: Sie wählen nach dem Musterstück, nicht nach dem Raum. Eine Faustregel hilft.
Im Konfigurator siehst du jede Kombination aus Holzart und Harzfarbe direkt in der Vorschau.
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